Architekturzentrum Wien  
 

 
 
Archikids: Mit der Sonne bauen

Dass Energie auch aus Sonnenstrahlen, Wind, Wasser und sogar der Wärme der Erde gewonnen werden kann bzw. viel mehr noch viel stärker könnte, das wussten etliche der Kids im jüngsten Workshops des Architekturzentrum Wien. Zur Einstimmung aufs eigene Bauen sahen sie Bilder von einem Musterhaus in der Wienerwaldgemeinde Pressbaum. Keine günstigen Bedingungen, recht viel Schatten rund um, schmales, schräges Grundstück. Dort setzten die ArchtektInnen auf viel Licht von oben, durch Fenster bzw. Lichtschächte in schrägen Dächern. Auf Holz - außen und innen. Und auf helle Wohnlichkeit.
Mit Holzklötzen, in die Fenster an verschiedensten Stellen gesägt waren, Taschenlampenlicht und Folien spielten und experimentierten die JüngstarchitektInnen in der Folge - wo ist's wie hell, wollten sie sehen. Um dann endlich selber ans Werk gehen zu können.


Manche allein, andere zu zweit und wieder andere in Gruppen bauten auf je eine Styropor-Grundplatte. Viele, wie beispielsweise Lilly, Gregor, die Schwestern Jasmin und Adeline oder Sarah und Hania setzten auf viel Licht von oben. Manche kombinierten's noch gleich mit einer ganzen Klarsichtfolien-Wand.

Aber nicht nur viel Helligkeit bestimmte die Pläne für viele der Bauwerke. Jakob tüftelte gleich an möglichst vielen Energiequellen. Sein Schrägdach verfügt über Sonnenkollektoren, in einer Ecke des Gartens steht ein Windrad zur Stromerzeugung. David dachte sich für eine Klopapierrolle die Funktion einer Sammeltonne für Regenwasser aus, "und das kann dann sogar gereinigt werden".

Ein anderes haus wurde auf Stelzen ins Wasser gebaut, "damit man mit den Wellen Strom erzeugen kann".

Mehrere JüngstarchitektInnen, die gleichzeitig BaumeisterInnen und BauarbeiterInnen waren, montierten Solarpanele zum Einfangen der Sonnenenergie auf flexiblen Stangen oder Röhrln - "damit sie sich mit der Sonne mitdrehen können und so viel Energie einsammeln."

Am Ende des zweistündigen Workshops stellten die Kids den sie abholenden Erwachsenen und den BetreuerInnen - und nicht zuletzt dem Online-Kinder-KURIER - ihre Bauwerke vor. Nachdem knapp davor an diesem düsteren Tag der Strom im gesamten MuseumsQuartier ausgefallen war, fiel wenig Licht durch Fenster und die Glastür ein, so musst ein Taschenlampe ausreichen. (Text: Heinz Wagner)

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© Ulrike Kohnen-Zülzer  

Archikids: Mit der Sonne bauen

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