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*20.08.1922 in Belgrad
† 18.06.2010 in Wien
1940 Matura am Zweiten Belgrader Knabengymnasium; Beginn des Architekturstudiums an der Technischen Fakultät der Universität Belgrad
1941 Einstellung des Unterrichts an den Universitäten;
1944 Partisan im Krieg; Beitritt Kommunistische Partei Jugoslawiens
1945 schwer verwundet; Orden für Tapferkeit, Entlassung aus dem Militärdienst als Oberleutnant; Wiederaufnahme des Architekturstudiums; Heirat mit Vera Jovanović
1950 Architekturdiplom an der Technischen Fakultät in Belgrad
1951 Geburt des Sohnes Slobodan
1952 realisiert sein erstes Bauwerk – das Denkmal für jüdische Opfer des Faschismus in Belgrad
1953 fixe Assistentenstelle am Lehrstuhl für Städtebau
1958 Veröffentlichung des ersten Buchs: Mali urbanizam („Der kleine Urbanismus“)
1959 Scheidung der ersten Ehe
1960 Dozent am Lehrstuhl für Städtebau
1962 Eheschließung mit der Malerin Ivanka Živković
1964 außerordentlicher Professor am Lehrstuhl für Städtebau
1964–68 Präsident des Jugoslawischen Architektenverbands
1967 Scheidung der zweiten Ehe, Heirat mit Ksenija Anastasijević
1969–70 zehnmonatige Forschungstätigkeit in den USA (Madison/Wisconsin und Columbus/Ohio)
1970 Dekan der Architektonischen Fakultät
1971–72 legt seine Funktion als Dekan nach dem Wechsel an der politischen Spitze in Serbien (dem Sturz der sogenannten Liberalen) zurück
1973 ordentlicher Professor
1976 verlegt den Kurs „Symbolische Formen“ in eine verlassene Dorfschule in Mali Popović bei Belgrad und leitet dort in den folgenden Jahren einen Alternativworkshop für Philosophie der Architektur
1981 Austritt aus der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste;
1982–86 amtierender Bürgermeister von Belgrad
1984 Kommandeur der Ehrenlegion
1987 Veröffentlichung eines antinationalistischen und antimilitaristischen Briefes an Slobodan Milošević und das Zentralkomitee der KP Serbiens; Gründungsmitglied der Internationalen Akademie der Architektur IAA in Sophia (Sept.); Emeritierung (Okt.)
1990 Verbannung aus der Dorfschule in Mali Popović
1991–92 während des Krieges in Kroatien und Bosnien-Herzegowina erneut antinationalistische Äußerungen, was eine Hetzkampagne in den staatlichen Medien und gewalttätige Übergriffe zur Folge hat
1993 übersiedelt auf Initiative seines Jugendfreundes Milo Dor mit seiner Frau Ksenija nach Wien
1995 Ausstellung „Die Verteidigung der Stadt“ in der Planungswerkstatt Wien
2001 erste Belgradreise nach dem achtjährigen Exil
2005 übergibt sein zeichnerisches Archiv dem Architekturzentrum Wien
Wichtige Bauten
Denkmal für die jüdischen Opfer des Faschismus, Belgrad, Serbien, 1951–52
Wohnsiedlung des Instituts für Hydrotechnik „Jaroslav Černi“, Avala bei Belgrad, Serbien, 1952–53
Grabmal für einen gefallenen Helden des Volksbefreiungskampfes, Nova Varoš, Serbien, 1956
Gedenkfriedhof für die Opfer des Faschismus, Sremska Mitrovica, Serbien, 1959–60
Partisanennekropole, Mostar, Bosnien-Herzegowina, 1959–65
Gedenkstätte für die KZ-Opfer, Jasenovac, Kroatien, 1959–1966
Umbau der Villa von Königin Natalija, Smederevo, Serbien, 1960–61
Symbolische Nekropole mit Freilichtbühne – Slobodište, Kruševac, Serbien, 1960–65
Kultstätte für die serbischen und albanischen Partisanen (mit Dimitrije Mladenović), Kosovska Mitrovica, Kosovo, 1960–73
Kenotaphe für die gefallenen Widerstandskämpfer, Prilep, Mazedonien, 1961
Revolutionsdenkmal, Leskovac, Serbien, 1964–71
Denkmal für die Gefallenen der Befreiungskriege 1804–1945, Knjaževac, Serbien, 1969–71
Kriegerfriedhof, Štip, Mazedonien, 1969–74
Kenotaphe im Gedenkpark Garavice, Bihać, Bosnien-Herzegowina, 1969–81
Gedenkstätte mit Kriegermausoleum, Čačak, Serbien, 1970–80
Kenotaphengruppe, Bela Crkva, Serbien, 1971
Kenotaphe für die Opfer des Faschismus, Travnik, Bosnien-Herzegowina, 1971–75
Kultstätte für die gefallenen Freiheitskämpfer, Vlasotince, Serbien, 1973–75
Gedenkpark Dudik für die Opfer des Faschismus, Vukovar, Kroatien, 1978–80
Kriegermausoleum, Popina bei Trstenik, Serbien, 1979–81
Preise und Auszeichnungen
1961 Oktoberpreis der Stadt Belgrad für den Gedenkfriedhof für Opfer des Faschismus in
Sremska Mitrovica
1966 Oktoberpreis der Stadt Belgrad für das Denkmal in Jasenovac
1968 Ehrenbürger der Stadt Mostar
1973 Preis bei der Biennale in Sao Paulo
1976 Preis „7. Juli“;
1981 AVNOJ-Preis
1997 Herder-Preis der Alfred Toepfer Stiftung F. V. S. Hamburg
1989 Piranesi-Preis in Piran (Slowenien)
2000 Bestätigung seiner Ehrenbürgerschaft der Stadt Mostar
2002 Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse
2003 Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien
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© Vera Grimmer
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