Architekturzentrum Wien  
 

 
 
Lessons from Bernard Rudofsky
Eine Kooperation des Architekturzentrum Wien mit dem Getty Research Institute, Los Angeles in Zusammenarbeit mit dem Canadian Centre for Architecture, Montreal

„Dem Mythos Rudofsky ist die vortreffliche Ausstellung „Lessons from Bernard Rudofsky“ im Az W gewidmet. (...) Eine wunderbare Umschau.“ Falter, März 2007, Nr. 12

„So wie der Architekt seine Eindrücke von der Welt in Aquarellen, Fotografien und Tagebuchnotizen festhielt, machen die Schau und ihr ganz vorzüglicher Katalog das Werk des Multivisionärs auf sehr unmittelbare Art erlebbar.“ Neue Zürcher Zeitung, 10. März 2007


PRESSEINFORMATION
„Architektur ist nicht bloß eine Frage der Technik und Ästhetik, sondern der Rahmen für eine – im besten Fall vernünftige – Lebensweise.“ Bernard Rudofsky

Bernard Rudofsky (1905 – 1988), vielgereister Kosmopolit, konzipierte im Laufe seines Lebens etliche Ausstellungen, u. a. Are Clothes Modern? (1944), Textiles USA (1956), The Unfashionable Human Body (1971), Now I Lay Me Down To Eat (1980), Sparta/Sybaris (1987). Die bekannteste und zugleich bedeutendste unter ihnen ist die Ausstellung Architecture without Architects (1964), die mit mehr als 80 Stationen 11 Jahre um die Welt tourte. Jedoch gab es noch nie eine Ausstellung über ihn und sein Werk.

Diese erste Ausstellung weltweit über das Leben und Oeuvre des einzigartigen Pioniers der Moderne ist nicht als klassische Retrospektive konzipiert. Ziel ist die Aufbereitung des komplexen Architektur- und Lebenskonzeptes des Kosmopoliten Rudofsky für ein breites Publikum und die Frage nach seiner Relevanz für heute.

Bernard Rudofsky war weder Architekt noch Theoretiker im üblichen Sinn. Zu Beginn seiner Karriere baute Rudofsky in Italien und Brasilien Häuser, bei denen er die Formensprache der Moderne verwendete, obwohl seine Schriften darauf hinzudeuten scheinen, dass er deren Lehren kritisch betrachtete. Von den 40er Jahren an war Rudofsky vor allem Kritiker und Kulturtheoretiker, der sich nicht nur mit Architektur und Design beschäftigte, sondern auch Themen wie Kleidung, Schuhe und Essen bearbeitete. Das grundlegende, all diesen Aktivitäten gemeinsame Element aber war das Interesse am menschlichen Körper und das Bedauern über den Verlust sinnlicher Wahrnehmung. Kein Lebensstil, keine Formen sollten verordnet und vorgedacht sein, die Interaktion des Menschen mit seiner von ihm gestalteten Umwelt hat von einem individuellen Lebensgefühl als mündiger Bürger bestimmt zu sein. Damit führt uns Rudofsky gleichzeitig vorwärts und zurück, zu einer elementaren Erforschung unserer tatsächlichen Bedürfnisse.

Die Ausstellung Lessons from Bernard Rudofsky ist ein Brückenschlag, von Rudofskys kulturellen Wurzeln in den Anfängen der europäischen Moderne zu seinem geheimnisvollen Einfluss auf den internationalen Diskurs der Architektur und den vielen Reisen seines Lebens dazwischen. Rudofsky verstand das Reisen als Weg zum Ziel der Erkenntnis und hat mit unermüdlicher Leidenschaft seine Eindrücke gesammelt, reflektiert und dokumentiert.

Die ausführliche Schau über Bernard Rudofsky soll detaillierten Aufschluss über sein Leben, seine Reisen, seine verschiedenen Tätigkeiten als Architekt, Designer, Ausstellungskonzeptionist, Autor, Theoretiker und über das gemeinsame Leben mit seiner Frau Berta Rudofsky geben.

Der begleitende Katalog zur Ausstellung Lessons from Bernard Rudofsky mit Beiträgen von Andrea Bocco-Guarneri, Monika Platzer, Felicity Scott, Wim de Wit, Maria Welzig sowie einer Auswahl von Aufsätzen von Bernard Rudofsky wird die einzige im Buchhandel verfügbare Publikation über Bernard Rudofsky sein. Herausgeber: Architekturzentrum Wien und The Getty Research Institute, Los Angeles. 296 Seiten, ca. 216 Abbildungen. Erscheint auf Deutsch und Englisch.

Kuratoren der Ausstellung:
Monika Platzer, Architekturzentrum Wien
Wim de Wit, The Getty Research Institute, Los Angeles
Ausstellungsarchitektur: polar÷. Margot Fürtsch, Siegfried Loos
Ausstellungsgrafik, Katalog: Gabriele Lenz

Die Ausstellung wird von 07.07. – 30.09.2007 im Canadian Centre for Architecture, Montreal zu sehen sein und von 11.03. – 08.06.2008 im The Getty Research Institute, Los Angeles.

Subventionsgeber des Az W:
MA 18 Stadtentwicklung und Stadtplanung
Bundesministerium für Bildung, Kunst und Kultur
MA 7 Geschäftsgruppe für Kultur und Wissenschaft
Förderer des Az W: ARCHITECTURE LOUNGE


 

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Information:
Ines Purtauf
Telefon: +43 (1) 522 31 15 - 25
Fax: +43 (1) 522 31 17
E-Mail: purtauf@azw.at

 
 
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