Architekturzentrum Wien  
 

 
 
Hintergrund 33

Shop Nr.: 7733
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Erscheinungsjahr: 2007

Inhalt
05 Marion Kuzmany: Vorwort
08 Bestandsaufnahmen Urbanes Licht Wien, Winter 2006-7
17 Oliver Schürer: Technologien fusionieren Körper in Funktionssysteme
22 Oliver Schürer: Die Erweiterung des Menschen
33 Digitale Themen: Informationsarchitektur
41 Kontinuierliche Formen – vernetztes Bauen
46 Die präzise Kontrolle über Verführung und Hingabe
55 Animierte Architektur
63 Medienfassaden
73 e-Living @ e-Home
78 Signifikante Literatur
89 Themen – Menschen – Events, ein biotisches Netzwerk
95 Impressum

Vorwort
mixed reality meets virtual dschungle

Seit März 2003 bietet das Architekturzentrum Wien mit den Veranstaltungsreihen „mixed reality“ und „virtual dschungle“ eine informative Plattform für multimediale Anwendungen im Architekturbereich. Neueste Erkenntnisse werden hier mit Fachleuten diskutiert, virtuelle Technologien anschaulich präsentiert, Ateliers und gebaute Beispiele im Wiener Stadtraum besucht. Die in Kooperation mit Oliver Schürer entwickelten Themen zeigen ein breitgefächertes Spektrum von interaktiven Methoden zur Architekturdarstellung über Shopdesign bis zu Medienfassaden.

Die Exkursionsreihe „sonntags“ sollte um den begrifflich weit gefassten Themenbereich „virtuelle Architektur“ inhaltlich erweitert werden. Ziel der Veranstaltungsreihe ist, den Einfluss der neuen Medien im Architekturbereich und seinen Grenzgebieten zu analysieren und in Form von Exkursionen, Vorträgen, Diskussionen, Präsentationen und Publikationen aufzubereiten, sowie als fixen Bestandteil in der Architekturvermittlung zu positionieren. Interessant sind dabei Schnittflächen zwischen Architektur und Kommunikation, virtueller Raum versus gebauter Raum, die Simulation von Räumen, die Erweiterung visueller Eindrücke im Raum und das Abtasten von Grenzen technologischer Entwicklungen.

Mobiltelefone, Laptops und der tägliche Gebrauch von Internet und e-mail haben in den letzten 10 Jahren unsere Lebensart maßgebend verändert. Die sich dazu parallel abzeichnenden neuen Tendenzen in der Architektur, entstanden durch den Gebrauch von entsprechenden Computerhard- und softwares im Entwurfs- und Planungsprozess und die dadurch erleichterte Entwicklung komplexer geometrischer Formensprachen, haben ein neues ästhetisches Empfinden hervorgerufen. Das Generieren von virtuellen Kulissen anstelle aufwendiger Dreharbeiten an realen Orten ist in der Filmindustrie selbstverständlich geworden. Realitätsgetreue Abbildungsmöglichkeiten von Ungebautem in der Architektur sind nicht nur Hilfe zum räumlichen Vorstellungsvermögen, sondern werfen die Frage auf, wo Gebautes durch Virtuelles ersetzbar wird. Für die ArchitektInnen eröffnet sich ein völlig neues Aufgabengebiet, das abseits der Option computerunterstützter Entwurfspraktiken und revolutionärer Darstellungstechniken, architektonische Fähigkeiten zur strukturierten Planung von virtuellen Räumen und deren gestalterischer Ausformulierung erfordert.

Im März 2003 bot sich die Gelegenheit zur Initialveranstaltung „Architektur für Daten“ für die neu geplante Schiene, bei der am Institut für EDV-gestützte Methoden der TU-Wien Vorträge des Institutsvorstandes Professor Georg Franck-Oberaspach und seiner Universitätsassistenten Forschungsprojekte im Bereich der Informationsarchitektur – einer Methodik, Datenbanken räumlich darzustellen – stattfanden. Darauf folgende Veranstaltungen thematisierten erweiterte Möglichkeiten zur Architekturdarstellung, wie etwa die Animation, die sich als gängige Präsentationsform im Ausstellungs- und Wettbewerbsbereich längst etabliert hat. Darüber hinaus auch avancierte Technologien, die es ermöglichen in einem „Cave“ Architektur nicht nur in bewegten Bildern, sondern zusätzlich dreidimensional durch mehrseitige zusammenhängende Projektionen zu erleben.

Besuche einschlägiger Ateliers, wie etwa ZOOM VP und Virtual DynamiX verschafften Eintritt in die Produktionsstätten virtueller Welten. Im Podium des Architekturzentrum Wien wurden verschiedenste Präsentationen von Kombinationstechniken im Modellbau, interaktiver Betätigung im „Cave“ bis hin zu Anwendungsmöglichkeiten von Fassadentechnologien geboten. Mit dem Bau des Uniqa Towers am Wiener Donaukanal und dessen extravaganter Fassadenillumination sowie der LED Fassade des Q19 Gebäudes in Wien Döbling wurde auch eine tatsächliche Exkursion zum Thema Medienfasaden in Wien möglich.

Bis dato haben seit 2003 insgesamt 10 Veranstaltungen der Serien „mixed reality“ und „virtual dschungle“ im Architekturzentrum Wien stattgefunden, die sich einer sukzessive wachsenden BesucherInnenanzahl erfreuten. Zukünftige Exkursionen sind zu prospektiven Realisierungen, wie etwa dem neuen Ars Electronica Center in Linz und zu anderen multimedialen Entwicklungen für die Kulturhauptstadt 2009 sowie auch zu ferneren herausragenden Beispielen geplant. Weiters soll die Frage zu Entwicklungen im Bereich der „intelligent homes“ und Technologien zur Automatisierung und Steuerung im täglichen Gebrauchsumfeld als Diskussionsschwerpunkt zur Disposition gestellt werden.
(Marion Kuzmany)

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virtual dschungle 6: e-motion @ e-home?


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